Find a reason to smile!

  • Beitrag vom: 10 October 2019
  • Autor: k.elsweiler

Angesichts der Nachrichtenlage dieser Tage und der Geschehnisse um mich herum kann mir das Lachen schon mal vergehen. Dann packt mich der Zorn und eine kontrollierte Tatkraft, in den von mir beeinflussbaren Bereichen verstärkt zu agieren. Mitunter ist es auch eine bodenlose Wut auf Menschen, deren Willkür keine Grenzen kennt und die vor nichts und niemandem Halt machen. Durch empfundene Ohnmacht, Einfluss zu nehmen, richtet sich diese Wut manchmal auch gegen mich selbst. 

 

Ohne ein Ventil geht es dann nicht weiter. Irgendwo muss ich sie dann loswerden, diese destruktive Energie. Die mich ablenkt von dem Machbaren, dass meinem Einfluss unterliegt. Die eher den Zweifel am Guten nährt, ja sogar Gott in Frage stellt. Spätestens dann komme ich bei mir selbst wieder an. Wie jemand, der nach einer extremen Ausdauerleistung ganz außer Atem ist.

 

Dann bin ich gezwungen, innezuhalten und mich zu regenerieren, auch geistlich. Erst einmal Ruhe, dem Herzschlag folgen, einen Anker finden und in die Stille lauschen. Dabei vergeht heilsame Zeit, die aufgebrachte Seele bekommt wieder Luft, und ich finde meinen Atem wieder. Das Aufgebrachte, Aufgewühlte weicht der Kühle der Gedanken - bei mir ist es so. 

 

Darüber legt sich dann der liebevolle Blick. Und die Güte lässt mich angemessen dem Unglück begegnen, dass sich mir offenbarte. Ich spüre wieder Boden unter den Füssen; Wurzeln suchen sich Halt im Untergrund. Meine Stimmungslage hat sich komplett verändert. Jetzt bin ich wieder handlungsfähig. Wende mich ab von der großen Szene, die mich in den Bann gezogen hatte. Und widme mich den Menschen und Situationen, die mir anvertraut sind, erneut.

 

Es ist nicht nur die Hoffnung, die mich trägt, sondern auch eine tief verwurzelte Gewissheit. Dass mein Licht Orientierung gibt und mein Tun Früchte trägt. Nicht immer absehbar, doch wirkungsvoll. So bleibe ich in der Demut und im Gebet. Der Zorn und die Wut sind gewichen - ich erlaube mir ein Lächeln und zwinkere mir selbst zu.

©Karl-Heinz Elsweiler

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